27. September 2011, 10:14 Uhr
Die Referats- und Diskussionsreihe „Der fällige Ruck in den Köpfen der Kirche“ (nach dem gleichnamigen Buchtitel von Matthias Kröger) wird in diesem Herbst mit namhaften Referenten fortgesetzt.
Veranstalter sind die Bielefelder Bürgerinitiative Paul-Gerhardt e.V. und die Arbeitsgemeinschaft Versöhnungskirche Münster.
Die beiden Veranstalter, die mit vielen ehemaligen Gemeindegliedern noch immer unter dem Verlust ihrer Kirchenleiden, möchten mit den Vorträgen ein offenes Gesprächsforum bieten.
Als Referenten berichteten bisher:
- Pastor Werner Braune aus Berlin über seine Arbeit in der SED-Diktatur
- Pastor Dr. Frank Stückemann aus Soest über die Schwierigkeiten des Aufklärers Moritz Schwager als Pfarrer im preußisch regierten Minden – Ravensberger Land
- Prof. Dr. Matthias Kröger aus Hamburg über „Der fällige Ruck in den Köpfen der Kirche“
- Minister a. D. Jörg Schönbohm aus Brandenburg über „Wiederbelebung des Christentums“
- Minister a. D. Prof. Dr. Friedhelm Farthmann über Zeitgeist in Kirche und Gesellschaft
- Tatjana Kuschtewskaja: Lesung aus ihren Büchern
- Pastor Burkhard Müller über sein Buch zum Sühnetod Jesu
Mit folgenden Referenten und Terminen setzen wir unsere Veranstaltungsreihe im Herbst fort:
- Mittwoch, 26.10.2011, 19 Uhr Lessinghaus, Lessingstr. 3
Prof. Dr. Eberhard Görner liest aus seinem Buch über den „Vater des amerikanischen Luthertums“, Heinrich Melchior Mühlenberg
Eberhard Görner ist Autor mehrerer Romane, ist Filmemacher und Regisseur. Er hat u.a. Dokumentarfilme über Freya v. Moltke, Witwe des hingerichteten Widerstandskämpfers Helmuth James v. Moltke, und über den Schauspieler Armin Mueller-Stahl gemacht. Mit Volker Schlöndorff hat er den Spielfilm „Der neunte Tag“ gedreht. Der Dresdner Professor ist Mitbegründer der Krimi-Serie „Polizeiruf 110“, die als einzige Serie der ehemaligen DDR als ARD-Serie im Fernsehen überlebt hat.
- Dienstag, 8.11.2011, 19 Uhr Gemeindehaus der Trinitatisgemeinde, Schatenstr. 17
TV-Journalist Eitel Riefenstahl zeigt seinen Dokumentarfilm: „Indonesien – größte islamische Demokratie der Erde“
Der Film passt thematisch zum aktuellen Aufstand in den arabischen Ländern und zu der Frage, ob Demokratie und Islam vereinbar
sind. Riefenstahl zeigt, dass es nach dem Sturz des Diktators in Indonesien seit 13 Jahren eine stabile Demokratie gibt, die von Muslimen, Christen, Hindus und Buddhisten gemeinsam getragen wird.
- Donnerstag, 17.11.2011, 19 Uhr Gemeindehaus der Trinitatisgemeinde, Schatenstr. 17
Gudrun Kopp, FDP-MdB und Staatssekretärin im Ministerium für Entwicklungshilfe spricht darüber, was Christen im Berliner Reichstag über Parteigrenzen hinweg verbindet. Außerdem referiert sie über das neue Konzept der deutschen Entwicklungshilfe
Die lippische Bundestagsabgeordnete Gudrun Kopp hat als Politikerin gemeinsam mit der Paul-Gerhardt-Gemeinde für den Erhalt der Paul-Gerhardt-Kirche gekämpft.
- Montag, 21.11.2011, 19 UhrGemeindehaus der Trinitatisgemeinde, Schatenstr. 17
Prof. Dr. Jürgen Kampmann, Professor für Kirchenordnung und Neuere Kirchengeschichte in Tübingen, spricht über die Frage: „Ist Tyrannenmord legitim?“
Das Thema hat Brisanz durch die arabische Revolution und das Verhalten der Diktatoren Gaddafi in Libyen und Assad in Syrien.
Der Eintritt ist frei. Um eine Spende wird gebeten
Nähere Informationen zu den Hintergründen unserer Veranstaltungsreihe gibt das Buch „Kirchenkampf in Bielefeld“ von Eitel Riefenstahl. Es kostet 8 € und ist unter ISBN-Nr. 978-3-923830-70-1 über alle Buchhandlungen lieferbar und auch bei unseren Veranstaltungen erhältlich.
Kommentare aus
12. Juni 2009, 09:31 Uhr
In dem Buch “Kirchenkampf in Bielefeld” hat der TV-Journalist Eitel Riefenstahl alle Ereignisse festgehalten, die zum erzwungenen Verkauf der Bielefelder Paul-Gerhardt-Kirche führten. Die Paul-Gerhardt-Gemeinde, die ihre Kirche selbst erhalten wollte und dazu auch finanziell in der Lage war, wurde von der westfälischen Amtskirche hintergangen, belogen und als antisemitisch diffamiert.
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11. September 2007, 22:14 Uhr
Difficile est satiram non schribere - sagt der Lateiner:
Es ist schwer, keine Satire zu schreiben.
Fangen wie also an mit einer alten Satire - und erzählen sie neu:
Das Huhn kommt zum Schwein: Wir sollten fusionieren, eine gemeinsame Imbissbude aufmachen. Ich würde die Eier liefern, du den Schinken. Der Umsatz ließe sich gewaltig steigern, der Gewinn wäre groß. Schön und gut, gibt das Schwein zu bedenken; aber wenn ich den Schinken liefern soll, muss ich doch vorher sterben.
Das Huhn: Ja - so ist das eben bei einer Fusion!
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18. Juli 2007, 16:57 Uhr
Die Bürgerinitiative zur Erhaltung der Paul-Gerhardt-Kirche nimmt zur Kenntnis, dass sich die Neustädter-Marienkirchen-Gemeinde wieder einmal nicht an Vereinbarungen hält. Der schriftlich fixierte Kompromiss vom 28. 06. 07 zwischen der Neustädter-Mariengemeinde und der Bürgerinitiative sieht vor, dass die Paul-Gerhardt-Kirche bis zum 12. September
weiter – das heißt: wie bisher – genutzt werden kann.
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7. Juni 2007, 09:41 Uhr
Zu den öffentlichen Kampagnen gegen die Bürgerinitiative für den Erhalt der Paul-Gerhardt-Kirche (1. Unterschriftensammlung Halama/Maske in allen evangelischen Gemeinden vom 3.5.07, 2. der Appell von Präses Buß an die gesamte Zivilgesellschaft vom 18.5.07) fügt der Bevollmächtigtenausschuss Neustadt-Marien am 27.5.07 eine 3. Aktion hinzu: „an alle Bielefelderinnen und Bielefelder“. Er lässt die Verteilzettel u.a. am Pfingstsonntag vor der Paul-Gerhardt-Kirche an die Gottesdienstbesucher verteilen. In dem Aufruf heißt es: “Es ist also an der Zeit, solidarischen Worten weitere solidarische Taten folgen zu lassen. Darum werden für die nächsten Wochen und Monate zahlreiche Aktionen und Veranstaltungen geplant, die die breite Unterstützung der Bielefelder Bevölkerung für eine neue Synagoge in der Stadt zum Ausdruck bringen sollen.“
Diese dreifache Kampagne soll also eine erdrückende Mehrheit gegen die Verteidiger der Paul-Gerhardt-Kirche mobilisieren, die angeblich allein die Errichtung einer neuen Synagoge in Bielefeld verhindert“, damit das gute christlich-jüdische Miteinander „in dieser Stadt gefährdet“ und „die historische Chance eines herausragenden Zeichens für die christlich-jüdische Verbundenheit auch für die Zukunft verspielt“.
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23. Mai 2007, 09:55 Uhr
Nach dem lange schwelenden Streit um den Verkauf der Paul-Gerhardt-Kirche hat nun der Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, Alfred Buß, ein “Machtwort” gesprochen. Er richtet einen Appell an den Stadtrat, Kultur und Sport, die Medien und den Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen, ja, an die gesamte Zivilgesellschaft. Die ganze Öffentlichkeit wird also feierlich dazu aufgerufen, “Partei zu ergreifen” gegen eine kleine Gruppe von engstirnigen, widerspenstigen Leuten, die nicht einsehen wollen, dass hier “die historische Chance bestehe, ein eindeutiges Zeichen zu setzen, dass die Juden wieder einen Platz in der Gemeinschaft der Deutschen, hier also: in Bielefeld - haben”. Dies würde durch die “Besetzer” verhindert. Ihnen wird zwar nicht (mehr) der Vorwurf des Antisemitismus gemacht, aber doch angelastet, durch ihr Verhalten würde “die historische Chance verspielt” und “ die Stadt müsse künftig mit diesem Makel leben”. weiterlesen »
22. Mai 2007, 09:33 Uhr
Die Bürgerinitiative zur Erhaltung der Paul-Gerhardt-Kirche nimmt mit Bedauern zur Kenntnis, dass auch Sie, Herr Präses, nicht über den Machtschatten der Amtskirche springen können. weiterlesen »
22. April 2007, 13:09 Uhr
Bevollmächtigte sind „Presbyter light“. Warum „light“? Sie sind nicht durch demokratische Wahlen legitimiert. Ihre wichtigste Aufgabe ist die Vorbereitung der nächsten Presbytherwahl.
Normalerweise sollten nach einer Fusion sofort Neuwahlen stattfinden und damit die ehemaligen Presbyter durch neue gewählte Presbyter ersetzt werden.
Die Presbyter light (Bevollmächtigte) sind nach der Kirchenordnung von Westfalen zulässig, wenn eine Wahl unzumutbar ist, weil die reguläre Wahl kurz bevorsteht oder wenn keine außerordentlichen Entscheidungen zu erwarten sind. Tauchen Probleme auf, sind Neuwahlen zu einem Presbyterium anzusetzen. Das Landeskirchenamt hat dies im Rahmen der Dienstaufsicht zu überwachen.
Der Verkauf der Kirche eines Gemeindebezirks mit den Stimmen des nicht betroffenen Bezirks gegen den erklärten Willen der Gemeindeglieder hat dann schon eine besondere Brisanz. Wenn dann noch die Mitglieder des betroffenen Bezirks zurücktreten und das ganze mit Wortbruch einhergeht, ist sicherlich die Vollmacht von Presbytern light überfordert.
Hier hätte die Landeskirche einschreiten und Neuwahlen ansetzen müssen!
19. April 2007, 12:02 Uhr
Was ist eine Anhörung?
In einer Anhörung hat sich der zur Anhörung Verpflichtete beim Anzuhörenden durch geeignete Maßnahmen eine umfassenden Überblick über die Meinungen und Absichten des Anzuhörenden zu verschaffen.
Wie mache ich das bei einer Kirchengemeinde? Die Einladung zu einer Gemeindeversammlung, bei welcher 1 – 2 % der Mitglieder teilnehmen, dürfte wohl auf keinen Fall ausreichen. Wie also soll ich die Meinungen erfragen? weiterlesen »
6. April 2007, 13:44 Uhr
– oder Machtarroganz,Einschüchterung, Angst?
Bei der ev. Landeskirche von Westfalen
„Offenhalten“ einer Kirche, damit die weitere Nutzung für die Gemeindeglieder gewährleistet ist.
Der Präses Alfred Buß Bielefeld spricht mit der Justizministerin des Landes NRW – statt mit uns – um Druck auf einen aktiven Richter auszuüben. Das Gleiche geschieht über die lippische Landeskirche, um einen pensionierten Pfarrer einzuschüchtern.
Die Superintendentin Regine Burg Bielefeld fordert Demokratie ein und lässt nicht demokratisch legitimierte Personen wichtige Entscheidungen fällen.
Der Seelsorger der Gemeinde Alfred Menzel schließt die Toiletten zu.
Der Seelsorger stellt Strafantrag gegen seine Gemeindeglieder.
Die Seelsorger verängstigen Gemeindeglieder, welche die „private“ Kirche besuchen wollen, mit „Rechtsbruch“.
Am 5.4.07 überbrachte ein Lokalpolitiker eine Spende über 50 € von einem älteren Gemeindeglied. Sie hatte Bedenken es selbst zu überbringen, da sie Repressalien seitens der Seelsorger fürchtet.