Bevollmächtigte sind „Presbyter light“. Warum „light“? Sie sind nicht durch demokratische Wahlen legitimiert. Ihre wichtigste Aufgabe  ist die Vorbereitung der nächsten Presbytherwahl.

Normalerweise sollten nach einer Fusion sofort Neuwahlen stattfinden und damit die ehemaligen Presbyter durch neue gewählte Presbyter ersetzt werden.

Die Presbyter light (Bevollmächtigte) sind nach der Kirchenordnung von Westfalen zulässig, wenn eine Wahl unzumutbar ist, weil die reguläre Wahl kurz bevorsteht oder wenn keine außerordentlichen Entscheidungen zu erwarten sind. Tauchen Probleme auf, sind Neuwahlen zu einem Presbyterium anzusetzen. Das Landeskirchenamt hat dies im Rahmen der Dienstaufsicht zu überwachen.

Der Verkauf der Kirche eines Gemeindebezirks mit den Stimmen des nicht betroffenen Bezirks gegen den erklärten Willen der Gemeindeglieder hat dann schon eine besondere Brisanz. Wenn dann noch die Mitglieder des betroffenen Bezirks zurücktreten und das ganze mit Wortbruch einhergeht, ist sicherlich die Vollmacht von Presbytern light überfordert.

Hier hätte die Landeskirche einschreiten und Neuwahlen ansetzen müssen!