Zu den öffentlichen Kampagnen gegen die Bürgerinitiative für den Erhalt der Paul-Gerhardt-Kirche (1. Unterschriftensammlung Halama/Maske in allen evangelischen Gemeinden vom 3.5.07, 2. der Appell von Präses Buß an die gesamte Zivilgesellschaft vom 18.5.07) fügt der Bevollmächtigtenausschuss Neustadt-Marien am 27.5.07 eine 3. Aktion hinzu: „an alle Bielefelderinnen und Bielefelder“. Er lässt die Verteilzettel u.a. am Pfingstsonntag vor der Paul-Gerhardt-Kirche an die Gottesdienstbesucher verteilen. In dem Aufruf heißt es: “Es ist also an der Zeit, solidarischen Worten weitere solidarische Taten folgen zu lassen. Darum werden für die nächsten Wochen und Monate zahlreiche Aktionen und Veranstaltungen geplant, die die breite Unterstützung der Bielefelder Bevölkerung für eine neue Synagoge in der Stadt zum Ausdruck bringen sollen.“
Diese dreifache Kampagne soll also eine erdrückende Mehrheit gegen die Verteidiger der Paul-Gerhardt-Kirche mobilisieren, die angeblich allein die Errichtung einer neuen Synagoge in Bielefeld verhindert“, damit das gute christlich-jüdische Miteinander „in dieser Stadt gefährdet“ und „die historische Chance eines herausragenden Zeichens für die christlich-jüdische Verbundenheit auch für die Zukunft verspielt“.